Bayerische Landesbank mit neuer Strategie

Die krisengeschüttelte BayernLB, die in der Vergangenheit durch den Kauf der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria (HGAA) oft die Schlagzeilen der Medien ausgefüllt hat, schlägt einen Sanierungskurs ein.

Beim Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria sind damals dem Staat und somit den Steuerzahlern Milliardenverluste entstanden, was Ende Januar 2014 zum BayernLB Prozess führte.

Vor dem Landgericht München 1 müssen sich insgesamt sieben ehemalige Vorstände der BayernLB Platz verantworten.

In dem Prozess in München ist der bayerischer Ex-Minister Huber nach Kurt Faltlhauser und Günther Beckstein bereits der dritte ehemalige bayerische Minister, der als Zeuge vernommen wurde. Alle drei CSU-Politiker waren früher im Verwaltungsrat der BayernLB, der im April 2007 die Zusage für den Ankauf der österreichischen Bank gegeben und den Steuerzahlern damit letztlich Milliardenverluste eingebrockt hatte, für die Geschicke der Bayern LB verantwortlich.

Der neue BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler, der am vergangenen Dienstag die Führung der Landesbank in seine Hände nahm, war zuletzt in Hannover für das Krisenmanagement verantwortlich und hatte vorher unter anderem bei der Hypo Vereinsbank und der Deutschen Bank gearbeitet.

Jetzt hat sich Johannes-Jörg Riegler den Verkauf der verlustreichen ungarischen BayernLB-Tochter MKB zu seiner wichtigsten Aufgabe gemacht.

Die Millionen-Verluste der ungarischen MKB, einer Tochter der BayernLB, ließen den Gewinn der BayernLB drastisch einbrechen.

Wenn der Deal mit den Ungarn nicht platzt, könnte die BayernLB ihre schwächelnde ungarische Tochter MKB bald loswerden.

Weil das ungarische Geldhaus unter der schwachen Wirtschaftskonjunktur im eigenen Land sowie unter den Abgaben, die Banken auf Druck der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban leisten müssen, stark leidet und Verluste einfährt, wäre der Verkauf der BayernLB Tochter für diese ein Befreiungsschlag.

Ein Verkauf der MKB vor der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag sei jedoch äußerst fragwürdig, lässt der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer verlauten, der für diesbezügliche Gespräche kürzlich in Ungarn war.

Der Multimilliardär und Generaldirektor der größten ungarischen Bank OTP, Sándor Csányi, hatte kürzlich erklärt, er sei für Zukäufe offen, wenn der Preis stimme.

Die Rückzahlung von staatlichen Milliardenhilfen fortzusetzen, welche die BayernLB im Krisenjahr 2008 als Überlebenshilfe erhielt, wird auch weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben des neuen BayernLB-Chefs Johannes-Jörg Riegler sein.

Das Milliardengrab BayernLB hat noch viel zu tun, jetzt will es BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler anpacken und die Sanierung vorantreiben.

Bayerische Landesbank mit neuer Strategie
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