HSBC spart sich reich…

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Die 1865 gegründete Londoner Großbank HSBC, die in Deutschland durch HSBC Trinkaus vertreten ist, hat in 2013 so viel verdient, wie kaum ein anderes Finanzinstitut auf der Welt.

Obwohl der operative Gewinn vor Steuern im vierten Quartal noch unerwartet zurückging, reichte es dennoch für ein deutliches Plus sowie den höchsten Ertrag bei der HSBC seit 2007.

Zwar hatten Experten mit einem bedeutend höheren Gewinn gerechnet, weil die Großbank Milliardengewinne, vor allem in Fernost, macht. Doch einige Turbulenzen in verschiedenen Schwellenländern haben dem britischen Geldhaus HSBC das Hoch zum Jahresende verdorben.

Nach Vorlage des Geschäftsberichts fiel der Aktienkurs an der Börse in London um knapp 4 Prozent, auch die anderen Börsen reagierten unzufrieden.

HSBC-Chef Stuart Gulliver gab unmissverständlich bekannt, weiter konsequent auf einen eisernen Sparkurs zu setzen, der bereits wie im vergangenen Jahr wieder einer der wichtigsten Gewinntreiber sein soll. Nachdem die operativen Kosten um sechs Prozent auf knapp 40 Milliarden Dollar gesunken waren und die Erträge im laufenden Geschäftsjahr um fast drei Prozent auf über 63 Milliarden Dollar zunahmen, konnten die anteiligen Kosten gesenkt werden.

Das seit 3 Jahren bestehende interne Sparprogramm bei der HSBC hatte auch zur Folge, dass sich die Angestelltenzahl weltweit um über 40 000 auf 254 000 reduziert hat.

Wie Stuart Gulliver betont, sei durch die Schwellenländer auf Dauer keine generelle Bedrohung zu erwarten, sodass die HSBC auch langfristig optimistisch sein kann.

Auch wenn die HSBC in den letzten Jahren nicht von Skandalen verschont wurde, so scheint sie jetzt auf dem richtigen Weg zu sein.

Nachdem sie im Januar 2014 zwei Devisenhändler als Reaktion auf weltweite Ermittlungen suspendiert hatte, liegt der Fokus der Chefetage, Öffentlichkeit und Anleger jetzt auf der Stabilisierung des Geschäfts.

Während in Deutschland die Großbanken wie die Deutsche Bank nur zirka eine Milliarde als Profit vorweisen können, gehen die HSBC, wie auch die größte Bank in den Vereinigten Staaten, die JP Morgan, mit Gewinnen von 17 Milliarden Dollar und mehr in die Statistik ein.

Trotz Vorstoß der EU, die Boni für leitende Angestellte zu beschränken, was nicht nur in London wie eine Bombe einschlug, will die HSBC die Grundgehälter einiger Top-Banker erhöhen.

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