Deutsche Bank vom Hausfrieden noch weit entfernt

Drei Jahre nach dem Tod von Medienzar Leo Kirch und 12 Jahre nach Beginn des Streits zwischen der Deutschen Bank und dem Medienhause Kirch ist diese Zeitbombe durch einen Vergleich entschärft wurden.

Nach Zahlung von fast einer Milliarde Euro an die Kirch-Erben ziehen diese alle Vorwürfe zurück und die lang andauernde Prozessfehde hat ein Ende genommen.

Auch die Ermittlungen gegen die frühere Führungsriege der Bank, speziell den damaligen Deutsche Bank Chef Rolf-Ernst Breuer, die wegen versuchten Prozessbetrugs und Falschaussage aufgenommen worden waren, sind damit eingestellt.

Mit einer Anklage rechnen muss hingegen Breuer immer noch, denn mehrere Falschaussagen belasten ihn. Breuer hofft, die Justiz von seiner Unschuld überzeugen zu können und hat sogar die Vernehmung in München ausfallen lassen.

Weniger gute Chancen haben Fitschens Vorgänger Josef Ackermann sowie der frühere Aufsichtsratschef Clemens Börsig, ungeschoren davon zu kommen, da sie ihre Aussagen in dieser Angelegenheit mehrmals korrigiert haben.

Die unendliche Geschichte eines Kampfes zwischen Medien-Riesen und Bank-Goliath wird noch eine Weile andauern.

Aktuelle Meldungen wie „Kapitalflucht bringt ukrainische Banken in Not“ oder „Credit Suisse räumt Verstöße gegen US-Steuergesetze ein“ haben es schwer, die nötige Aufmerksamkeit zu finden, solange die Deutsche Bank im öffentlichen Feuer steht.

Deutsche Bank vom Hausfrieden noch weit entfernt
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