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Selbstmord-Serie bei Bankmitarbeitern

Selbstmord-Serie bei Bankmitarbeitern

Als im November 2013 in den USA offenbar völlig überlastet infolge eines epileptischen Anfalls ein 21jähriger Mitarbeiter der Bank of Amerika gestorben war, glaubten alle noch an einen unglücklichen Zufall.

Auch der Selbstmord von Pierre Wauthier, des Finanzchefs der Schweizer Zurich Insurance, der am 26. August tot in der Nähe seines Wohnortes am Zuger See aufgefunden worden war, sorgte in der globalen Finanzbranche erst einmal „nur“ für Aufregung und Unruhe.

Spätestens nach der Selbstmord-Serie, die Londons Finanzbranche im Januar 2014 erschütterte, wird die Debatte um die angebliche Überlastung von Bankmitarbeitern unter neuen Aspekten geführt.

Nachdem der 39-jährige Gabriel Magee, Vize-Präsident der Investment-Technikabteilung von JP Morgan, nach einem Sturz vom Hochhaus der Bank im Londoner Büroviertel Canary Wharf seinen Verletzungen erlag, folgte der nächste Schock durch einen weiteren Suizid.

Der ehemalige Deutsche-Bank-Manager und langjährige Weggefährte von Anshu Jain, Co-Chef der Deutschen Bank, William Broeksmit, wurde erhängt in seiner Wohnung aufgefunden.

Tim Dickenson, der Leiter Kommunikation der Swiss Re in London, ist unter bisher ungeklärten Umständen umgekommen. Ein weiterer Großbank-Mitarbeiter, der 37-jährige Ryan Henry Crane, ist ebenfall unter mysteriösen Aspekten verstorben.

Alles Zufall?

Auch wenn die ermittelnden Behörden eine Fremdeinwirkung ausschließen, geben diese Selbsttötungen doch Anlass zur Sorge.

Geht es den Bankangestellten in höherer Position so schlecht oder können Sie ihre Arbeit nicht mehr mit dem Gewissen vereinbaren?

Wenn auch öffentlich als Erklärung die Überlastung der Mitarbeitern der Geldinstitute propagiert wird, so klingt das bei dieser Häufung von Suizidfällen nicht überzeugend.

Nach dieser These müssten mehr Putzfrauen sterben…

Fünf Banker starben innerhalb von 2 Wochen im Februar, gestern wurde bekannt, dass Autumn Radtke, die Chefin der virtuellen Bitcoin-Börse First Meta in Singapur ebenfalls den Freitod wählte.

Flüchtete sie, weil die führende Handelsplattform für die geheimnisumwitterte Cyber-Währung zusammengebrochen war (wir berichteten darüber) und Bitcoins im Wert von fast 400 Millionen Euro einfach verschwunden sind, in den Freitod?

Wie die Vergangenheit zeigte, ist auch diese Währung nicht sicher, denn Designfehler in Bitcoin oder Softwarefehler in verbreiteten Client-Implementationen haben wiederholt zum vorübergehenden Ausfall oder zum Zusammenbruch des ganzen Systems geführt. Wie vor wenigen Tagen aus Kanada bekannt wurde, ist auch dort die BitcoinBörse Flexcoin durch Cyberattacken um fast 450.000 Euro erleichtert worden.

Jetzt könnte man orakeln, dass der nächste Freitod eines führenden Bankmanagers bald folgt…

Zumindest ist es eine recht seltsame Häufung von Zufällen, dass sich innerhalb kürzester Zeit so viele Bank-Manager von der Bühne des Geldes verabschieden.

So schlecht und trüb war der Winter doch gar nicht, dass man von der Winterdepression sprechen könnte, oder?

Das Jahr 2014 wird wohl für die internationale Finanzbranche nicht zu einem Erfolgsjahr werden. Weitreichende Manipulationen im globalen Devisenhandel, schwächelndes Investmentbanking und riskante Wertpapiere sorgen für Wirbel, laufende Ermittlungen werden zur Tagesordnung gehören. So groß wie die Anteilnahme an den persönlichen Schicksalen wird auch das Medieninteresse sein.

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