Sicherheitstest für E-Mail-Konten

Der neuerliche Skandal um den Datenklau von inzwischen fast 20 Millionen E-Mail-Adressen in Deutschland spaltet die Nation.

Bereits im Januar 2014 wurden bei einem Hackerangriffe von Kriminellen 16 Millionen E-Mail-Konten geknackt.

Jetzt soll ein Sicherheitstest auf der Webseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) jedem E-Mail-Nutzer erneut Aufschluss geben, ob auch sein Konto betroffen ist.

Nachdem im Januar zahlreiche Rat suchende User, welche die Seite des BSI besuchten, nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse lediglich eine Fehlermeldung zu sehen bekamen, funktioniert die heutige Suche bis jetzt reibungslos.

Die BSI bemüht sich scheinbar mit Erfolg, dem Ansturm an Anfragen gerecht zu werden.

Während die einen User freudestrahlend aufatmen, weil keine Meldung über einen geknackten Account per E-Mail bei ihnen eintrifft, sind andere Nutzer von E-Mail-Programmen verunsichert, um nicht zu sagen… betroffen.

Persönliche Daten gegenüber einer staatlichen Kontrollbehörde preisgeben zu müssen, grenzt für viele E-Mail-Nutzer an Spionage und der Weg zur NSA ist dann nicht mehr weit…

In einigen Kommentaren wird die Überprüfung der Mail-Konten als Stasi-Methode bezeichnet…

Viele Internetnutzer machten ihren Unmut in diversen Portalen darüber laut, dass die Preisgabe der Mailadressen an eine flächendeckende „Abhöraktion“ grenzt, die unter dem Schutzmantel der Sicherheit gestartet wurde.

Wie so oft in solchen Fällen sollen die Spuren der Täter nach Osteuropa führen, wo die gestohlenen Daten derzeit über ein Botnetz weiter genutzt und für kriminelle Taten verwendet werden könnten.

Wenn das BSI auch versichert, die E-Mail-Adressen nicht dauerhaft zu speichern, so bleibt bei der ganzen Aktion ein fader Nachgeschmack.

Sicherheitstest für E-Mail-Konten
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